Das Caritas Baby Hospital

Zur aktuellen Situation in Israel und im besetzten palästinensischen Gebiet


Seit Tagen sorgen die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten für erschreckende Bilder und Schlagzeilen. In Gaza, Jerusalem und in israelischen Städten herrscht beispiellose Gewalt. Raketen aus dem Gaza-Streifen schlagen in Israel ein, israelische Bomben lassen ganze Wohn- und Bürohäuser im Gazastreifen einstürzen, Demonstrationen arten aus. Es gibt hunderte von Toten und Verletzten; besonders im Gaza-Streifen verloren viele Menschen ihr Zuhause. Unermesslich gross sind Zerstörung, Leid und Verzweiflung. Den Preis für den seit Jahrzehnten schwelenden und ungelösten Konflikt im Nahen Osten und die erneut eskalierte Gewaltspirale zahlt die palästinensische und israelische Zivilbevölkerung.

Auch in Bethlehem und Umgebung ist die Lage sehr angespannt. Die Arbeit des Caritas Baby Hospital ist aber nicht direkt von den jüngsten Ereignissen betroffen. Patienten und Mitarbeitende sind in Sicherheit und der Spitalbetrieb kann vollumfänglich aufrechterhalten werden. Im Westjordanland kommt es allerdings vermehrt zu Gewalt und Kontrollen an Checkpoints der israelischen Armee, was den Weg ins Spital mitunter erschwert. Dennoch ist der Zugang der kranken Kinder und ihrer Familien ins Spital gewährt.

Wir danken all unseren Spenderinnen und Spendern für die zahlreichen Nachfragen und ihre grosse Solidarität. In dieser von Gewalt, Frustration und Verzweiflung geprägten Zeit ist die Existenz des Caritas Baby Hospital für die Familien in der Region besonders wertvoll. Denn sie wissen, dass hier gut für ihre Kinder gesorgt wird und dass sie im Spital Geborgenheit finden.

Luzern, 20. Mai 2021, Sybille Oetliker, Geschäftsleiterin Kinderhilfe Bethlehem

Mehr Informationen und eine Stellungnahme von Msgr. Pierbattista Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, finden sie hier.

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