Erwachsenwerden mit einer unheilbaren Krankheit

Erwachsenwerden mit einer unheilbaren Krankheit


In besonderen Fällen behandelt das Caritas Baby Hospital Patienten und Patientinnen über die Volljährigkeit hinaus und unterstützt sie so beim Übergang zum Erwachsensein.

Mouna Tmeizi, eine zierliche 19-jährige Frau aus dem Dorf Idna im Süden des Westjordanlandes, lebt mit Cystischer Fibrose. Seit ihrem ersten Lebensjahr kommt sie regelmässig ins Caritas Baby Hospital. Das Kinderspital ist unter anderem auf die Behandlung der unheilbaren Stoffwechselerkrankung spezialisiert.

Im Caritas Baby Hospital erhält Mouna die notwendigen Medikamente und Lungenphysiotherapie, um den sich in den Lungen ansetzenden Schleim abzuhusten. Die Begleitung durch das Kinderkrankenhaus geht allerdings über die medizinische Behandlung hinaus. Denn der Start ins Erwachsenleben mit einer unheilbaren Krankheit ist nicht einfach und bedarf auch der emotionalen Unterstützung. Ihre Physiotherapeutin, Amal Nasser, und die Sozialarbeiterinnen des Caritas Baby Hospital ermuntern die junge Frau daher, trotz ihrer Krankheit zu träumen und verschiedenen Freizeitaktivitäten nachzugehen. Mouna verbringt viel Zeit mit Zeichnen – von sozialen Medien, mit denen viele ihrer Freundinnen und Familienmitglieder ständig kommunizieren, hält sie hingegen nicht viel. Am liebsten würde sie in die Fussstapfen ihres Vaters, der eine Seifenfabrik betreibt, treten und Seifenproduzentin werden. Doch das ist wegen ihrer Erkrankung nicht möglich. Stattdessen übt sich Mouna in der Zeichenkunst. „Ich träume nicht wie andere Mädchen von einer baldigen Hochzeit – stattdessen sähe ich mich gerne als Künstlerin. Ich habe eine Mappe zu Hause, gefüllt mit meinen Werken“, berichtet die junge Palästinenserin strahlend.

Mounas Geschwister sind gesund geboren. Ihre zwei Cousins, Mohammad (14) und Sarah (16), leiden allerdings ebenfalls unter Cystischer Fibrose. Die beiden sind derzeit ebenfalls im Caritas Baby Hospital zur Behandlung. Mouna, Mohammad und Sarah unterstützen einander während ihrer Zeit in Behandlung und sitzen oft gemeinsam draußen an der Sonne – etwas, das nun mit der Aufhebung der strikten Corona-Restriktionen auch für sie wieder möglich ist.

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