Medizinische Nothilfe für Gaza: Kinderhilfe Bethlehem schickt Medikamente für Kinder nach Gaza

Dringend benötigte Medikamente sind derzeit im Gaza-Streifen kaum zu finden. Die Kinderhilfe Bethlehem hat daher beschlossen, Medikamente für Kinder nach Gaza zu senden. Die Hilfsaktion wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO überwacht.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schlägt Alarm: Die medizinische Grundversorgung im Gaza-Streifen ist bedroht. Rund ein Drittel der Basismedikamente sind nicht mehr in genügender Menge vorhanden. Betroffen sind unter anderen 321 Patienten mit zystischer Fibrose (ZF). Es handelt sich fast auschliesslich um Kinder, die an dieser lebensbedrohlichen Stoffwechselerkrankung leiden.

Die Kinderhilfe Bethlehem hat daher beschlossen, im Rahmen ihrer Nothilfe eine Monatsration Medikamente zur Behandlung von ZF-Patienten in den Gaza-Streifen zu senden. Die Hilfsleistung wird zusammen mit dem Caritas Baby Hospital in Bethlehem realisiert. Das Spital ist auf die Behandlung von Kindern mit zystischer Fibrose spezialisiert und ist die erste Anlaufstelle im Westjordanland für Patienten mit dieser Krankheit.

Koordiniert und überwacht wird die Verteilung der Medikamente im Gaza-Streifen durch die Weltgesundheitsorganisation WHO. «Dank dieser Zusammenarbeit können wir schnell helfen, wir stärken unsere lokalen Partner und können für den reibungslosen Ablauf der Hilfe garantieren», sagt Sybille Oetliker, Geschäftsleiterin der Kinderhilfe Bethlehem in Luzern.

Zufrieden mit der Aktion zeigt sich die Präsidentin der Kinderhilfe Bethlehem, Sibylle Hardegger: «Wir verteidigen das Recht aller Kinder auf Zugang zu medizinischer Hilfe. Ich bin glücklich und stolz, dass wir diese Nothilfe realisieren können. Wir, die Kinderhilfe Bethlehem, sind da, wenn Kinder in Not sind».