Kochbuch "Palästina"

Die reiche kulinarische Tradition Palästinas


Die Küche Palästinas ist vielseitig und auch in Europa beliebt. Nun gibt ein Buch Einblick in die reiche Kultur dieser Gegend. Eine lohnende Lektüre – nicht nur für Hobbyköchinnen und -köche.

Nirgends schmeckt Hummus besser als im «Afteem» in Bethlehem. Das kleine Lokal liegt gegenüber der Geburtskirche und ist bei Einheimischen wie auch Touristinnen und Touristen gleichermassen beliebt. Unübersehbar ist die überdimensionierte Fritteuse vor dem Eingang, in der tagein, tagaus Falafel knusprig gebacken werden – die schönsten und besten der Region.

Wer in der Altstadt von Bethlehem unterwegs ist, kann sich der Anziehungskraft des Lokals nicht entziehen und wird sich immer wieder an die wohlschmeckenden, stets frischen, hausgemachten lokalen Gerichte erinnern und sich danach sehnen, so etwas Schmackhaftes mal wieder zu kosten.

Kochen, wenn Reisen nicht möglich sind
Jetzt, da an Reisen vorerst nicht mehr zu denken ist, ist man umso dankbarer, dass just vor ein paar Monaten ein wunderbares Kochbuch mit dem simplen Titel «Palästina» erschienen ist. Sami Tamimi, Palästinenser aus Jerusalem, hat sich zusammen mit der Britin Tara Wigley aufgemacht zu einer Spurensuche in seiner Heimat. Entstanden ist eine schön bebilderte Sammlung an Rezepten aus der Gegend und eine Hommage an die Menschen, die dort leben und die reiche kulinarische Tradition am Leben erhalten.

Nebst Gerichten, die auch bei uns als Vorspeisen (Mezze) beliebt sind – Hummus (pürierte Kichererbsen mit Sesampaste/Tahina), Tabboule (Bulgursalat mit Petersilie) oder M’tabbal (Auberginendip mit Tahina) – finden sich Kochanleitungen für weniger bekannte aber nicht minder lohnenswerte Speisen: Musakhan zum Beispiel, eine traditionelle Mahlzeit mit Hühnchen, Zwiebeln und dem Gewürz Sumach oder Kreationen wie Kabeljau mit Korianderkruste.

Der israelisch-britische Koch Yotam Ottolenghi verfasste das Vorwort für das Buch, das nebst Rezepten auch einen Einblick gibt in das Leben in Palästina, inklusive eines ausführlichen Glossars und informativen Texten: über eine Frau, die in einer Kooperative Joghurt produziert, über eine Botanikerin, die eine Saatgutbibliothek gegründet hat oder über die Tragödie der Fischer in Gaza. So ist «Palästina» spannende Lektüre für alle, die sich für die Region interessieren.

Sami Tamimi, Tara Wigley: Palästina, Das Kochbuch; 352 Seiten; 130 Fotos; Leineneinband; DK Verlag München.

Fotos: DK-Verlag, München/Jenny Zarins

Auberginenauflauf mit Kichererbsen und Tomaten

Auberginenauflauf mit Kichererbsen und Tomaten

Wer dabei an griechische Moussaka denkt, liegt gar nicht so falsch. Es handelt sich um eine vegetarische Auslegung des bekannten Auflaufs – herzhaft, einfach, gesund und absolut lecker. Er lässt sich als Hauptgericht ebenso genießen wie als Beilage zu allem Möglichen, etwa zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder Tofu oder als Füllung für Ofenkartoffeln. Es ist eines dieser Gerichte, die man sich im Kühlschrank wünscht, wenn man abends nach Hause kommt. Der Auflauf schmeckt auch kalt, beste Voraussetzungen also, um ihn in einer Tupperdose mit zur Arbeit zu nehmen.

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Kabeljau mit Korianderkruste

Kabeljau mit Korianderkruste

Die Kombination aus Fisch und Tahin finden wir geradezu unwiderstehlich, doch dieses Gericht schmeckt auch ohne die Tahin-Sauce, falls Sie etwas Zeit sparen oder die Zitrone dominieren lassen wollen. Egal wie, dieser Fisch steht ganz schnell auf dem Tisch – von Anfang bis Ende vergehen in der Küche gerade einmal 15 Minuten (und verspeist ist er vermutlich sogar noch schneller).

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Hähnchen-Musakhan

Hähnchen-Musakhan

Musakhan ist das überaus populäre Nationalgericht Palästinas: In seiner Kinder- und Jugendzeit aß Sami es einmal pro Woche, zupfte immer wieder ein Stück Hähnchenfleisch ab und klemmte es zum Essen in ein Stück Pitaoder Fladenbrot. Es ist ein Gericht, das man mit den Fingern und mit seinen Freunden isst. Serviert wird es aus dem Topf oder auf einer Platte, und jeder reißt sich ein Stück Brot ab, auf das er sich Hähnchen und Topping löffelt.

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