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Jeder einzelne Tropfen zählt

Das israelisch-palästinensische Gebiet gehört zu den wasserärmsten der Welt. Entsprechend wichtig ist das Thema Wasser in Nahost – auch im Konflikt zwischen Israel und Palästina. Israel beansprucht einen Grossteil des Wassers für sich und leitet es für seine Zwecke um. Zwar befinden sich unterhalb des Westjordanlandes Grundwasser führende Schichten, doch auch sie stehen unter israelischer Kontrolle. Nur wenn im Winter durch ausreichend Regen die natürlichen Wasserreservate gefüllt werden, bleibt genug Wasser für die Palästinenser.

Da es in diesem Winter kaum Regen gegeben hat, spitzt sich die Situation für viele Palästinenser immer weiter zu. Auf Wasser aus dem öffentlichen Wassernetz können sich viele Familien nicht verlassen. Immer noch sind 220 Dörfer im Westjordanland nicht an das Leitungsnetz angeschlossen. Diese Familien kaufen teueres Wasser aus Tankwagen oder versorgen sich aus Brunnen – sofern es solche noch gibt und sie nicht ausgetrocknet sind. Das Bohren neuer Brunnen ist von israelischer Seite her untersagt.

Nur an zwei Tagen fliessendes Wasser Selbst in grossen Städten wie Ramallah kommt nur an zwei Tagen pro Woche Wasser aus den Wasserhähnen. Wenn das Wasser fliesst – meist nachts – muss es für die nächsten Tage in Tanks abgefüllt und gelagert werden. Insgesamt stehen jedem Palästinenser laut Weltbank jährlich 75 Kubikmeter Wasser zur Verfügung. In Israel sind es 240 Kubikmeter – mehr als dreimal soviel.
Neben dem chronischen Wassermangel ist vor allem die Wasserqualität für viele Familien ein Problem. Das Wasser ist oft durch Müll oder Düngemittel- und Pestizidrückstände der Landwirtschaft verschmutzt. Wird das Wasser in Tanks und Kanistern gelagert, bilden sich zusätzlich Keime. Viele Experten sind sich einig, dass der Streit über den Zugang zu sauberem Wasser die Zukunft im Nahen Osten prägen wird.

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Kinderhilfe Bethlehem, info@khb-mail.ch, Tel. +41 41 429 00 00, Spendenkonten