Die Kinderhilfe Bethlehem hat im vergangenen Jahr ihre Aktivität in Bethlehem und der Nahost-Region weiter intensiviert. «Selten haben wir in unserer bald 60-jährigen Geschichte so viele Kinder im Caritas Baby Hospital behandelt und so viele Not leidende Familien unterstützt», sagte Anna Beck, Geschäftsleiterin der Kinderhilfe Bethlehem, bei der Präsentation des Geschäftsberichts 2009 in Luzern. Sorge macht den Verantwortlichen im Kinderspital vor allem die wachsende Zahl von untergewichtigen Neugeborenen. Die Kinderhilfe Bethlehem sieht derzeit keine Anzeichen, dass sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Palästina verbessern.
Im vergangenen Jahr haben die Ärzte im Caritas Baby Hospital über 32’500 Kinder ambulant und stationär behandelt. Trotz Einschränkung durch den laufenden An- und Umbau stieg die Patientenzahl stetig. Dies ist für Geschäftsleiterin Beck ein deutliches Indiz für die wachsende Not in Bethlehem und Umgebung. Immer mehr Familien sind auf Unterstützung von aussen angewiesen – besonders wenn ihre Kinder krank werden. Grund dafür sind die wachsende Armut und die hohe Arbeitslosigkeit in Palästina.
Besonders dankbar ist die Kinderhilfe Bethlehem für die grosse Unterstützung durch Spender. Mit 16,8 Millionen Franken erzielte das Hilfswerk neue Höchsteinnahmen. Für die Arbeit im Caritas Baby Hospital setzte es 11,8 Millionen Franken ein. Hinzu kamen Ausgaben für den An- und Umbau des Spitals von 1,4 Millionen Franken. Ein weiterer wichtiger Arbeitsaspekt war 2009 die Projekt- und Katastrophenhilfe, die mit 1,3 Millionen Franken unterstützt wurde. Die Bedeutung dieses Aufgabenbereichs wurde besonders beim Gaza-Krieg Anfang 2009 deutlich. Dank der langjährigen Zusammenarbeit mit Projekt-Partnern im Gaza-Streifen konnte die Kinderhilfe Bethlehem bereits während der Kämpfe wertvolle medizinische Hilfe leisten.
Anna Beck setzt auch im laufenden Jahr auf die Unterstützung durch Spender in Europa. «Es liegen wieder grosse Herausforderungen wie die Fertigstellung des An- und Umbaus vor uns, die wir nur gemeinsam für die Kinder und Mütter bewältigen können», so Beck.
Den Geschäftsbericht 2009 können Sie im Download-Center als pdf herunterladen.