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Einblick in die Frauenwelt des Libanon

Um den Alltag in Israel und Palästina besser zu verstehen, kann auch der Blick in ein Nachbarland hilfreich sein. Einen solchen Einblick gewährt der Film «Caramel», der die Augen für das Leben der Frauen im Libanon öffnet. «Caramel» wird beim nächsten Diwan der Kinderhilfe Bethlehem am Donnerstag, 1. Juli gezeigt. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr in der Geschäftsstelle der Kinderhilfe Bethlehem, Winkelriedstrasse 36.

«Caramel» zeigt eine Frauensicht auf die arabische Welt. Zentraler Handlungsort von «Caramel» ist ein Schönheitssalon in Beirut, wo Frauen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Problemen zusammentreffen: Die christliche Chefin hat ein Verhältnis mit einem verheirateten Muslim, eine muslimische Verlobte hat Angst zu heiraten, weil sie nicht mehr Jungfrau ist, und eine junge Frau stellt fest, dass sie sich zu einer anderen Frau hingezogen fühlt.

Auf den ersten Blick scheint dieser heiter-melancholische Erstlingsfilm von Nadine Labaki nicht politisch. Doch bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass die Darstellung des Lebens der Protagonisten grundsätzliche Rückschlüsse auf die Gesellschaft im Libanon und in anderen arabischen Ländern zulässt. Was Regisseurin Nadine Labaki zusammen mit ihren Laiendarstellern und einer guten Film-Crew über das Leben in Beirut zeigt, lässt erstaunen und stimmt oftmals nachdenklich. So bietet «Caramel» eine gute Grundlage für eine anschliessende Diskussion mit dem Medienpädagogen Hanspeter Stalder.

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Kinderhilfe Bethlehem, info@khb-mail.ch, Tel. +41 41 429 00 00, Spendenkonten