Die Sozialarbeiterinnen der Kinderhilfe Bethlehem spüren täglich die Not und Verzweiflung, in der viele Familien leben. Sie kümmern sich vor allem um die Familien bedürftiger Patienten. Dank ihrer Hilfe kann jeder medizinische Hilfe erhalten, und durch den Kontakt zu den Familien beugen die Sozialarbeiterinnen neuen Krankheiten vor.

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern prägt das Leben in Bethlehem. Die Konsequenzen für die Wirtschaft Palästinas sind fatal. Jeder zweite Haushalt lebt von 450 Franken pro Monat oder weniger. Mittlerweile sind über 70 Prozent der Haushalte auf Unterstützung angewiesen.
Die palästinensische Krankenversicherung deckt nur eine medizinische Basisversorgung in Regierungskrankenhäusern, die allerdings völlig unzureichend ausgestattet sind. Eine Spezialisierung für Kinder fehlt oftmals völlig. Für Familien sind Krankheiten zu einem unkalkulierbaren Risiko geworden. Wer für eine Behandlung nicht zahlen kann, hat oftmals kaum eine Chance, einen Arzt zu konsultieren. Darum ist die soziale Arbeit im Kinderspital Bethlehem so wichtig. Die Sozialarbeiterinnen treten sofort mit den Not leidenden Familien in Kontakt. Sie sehen, wo es am Nötigsten fehlt und organisieren gemeinsam mit anderen Sozialdiensten in Bethlehem Entlastung.